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Interview Gebkea Nieter

Strategische Beratung

Gebkea Nieter

im Interview mit Andreas Bosk

AB: Kea, wie bist du zum Thema Zukunftsberatung gekommen?

GN: Mein Lebenslauf ist kreativ und spiegelt meine unbändige Neugier wider. Entwicklungen und Trends früh zu erkennen verfolgt mich sozusagen schon mein gesamtes Berufsleben und sorgte schon für so manch Kopfschütteln.

In den vergangenen 18 Jahren habe ich verschiedene Branchen erlebt, Unternehmen unterstützt und mit gestaltet, mitgegründet aber auch scheitern sehen.

Kaufmännisches KnowHow habe ich mir dabei ebenso angeeignet wie Controlling und Kennzahlen gelernt. Doch der Blick auf die Zahlen ist die Betrachtung der Vergangenheit. Für mich waren die Ideen und Strategien für die Zukunft aber immer schon spannender.

AB: Du sprichst von verschiedenen Branchen. Welche waren das in der Hauptsache?

GN: Durch mein Studium habe ich im Laufe der Zeit für verschiedene Kanzleien gearbeitet. Ziemlich zu Beginn meiner Berufslaufbahn ging es für mich jedoch schon in die Sportbranche. Dort kann man sehr schnell, aber auch sehr jung in Führungspositionen gelangen. Mich hat das durch nahezu alle Teilbereiche des Sports geführt. Angefangen in der Fitnessbranche, wo ich Einzelstudios ebenso begleitet habe wie Filialisten und ich letztendlich auch ein Franchisesystem mit aufgebaut habe. Zudem hat es mich dann ebenso in den Vereinssport geführt, wie in den Profisport der 1. Handballbundesliga.

Ähnlich breit war auch der Wirkungskreis, den ich im Laufe der Jahre durchschritten habe. Das fing an im Kundenservice, Einkauf, Marketing, Organisation, Geschäftsführungsassistenz bis hin zur stellvertretenden Geschäftsleitung.

Abstecher habe ich zudem in Konzerne aus der Telekommunikations- und Automobilbranche gemacht.

Zwei Branchen haben aber meine ganz besondere Faszination. Das ist zum einen das Handwerk in dem ich einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend verbracht habe. Heute führe ich mit meinem Mann seit 10 Jahren ein innovatives, agiles Handwerksunternehmen in dem eine Möbelmanufaktur und ein Sanitärbetrieb vereint sind.

AB: Und die zweite Branche?

GN: Das ist die IT-Branche und speziell die Softwareentwicklung. Jeder spricht im Augenblick von Digitalisierung, doch in dieser Branche wird die Digitalisierung entwickelt. Viel früher als andere Branchen beschäftigt man sich hier mit Zukunftsthemen und zwar weit über die Funktionalität von Soft- und Hardwareentwicklung hinaus. Meiner Ansicht nach kann man unglaublich viel von dieser Branche und den mitwirkenden Personen lernen.

AB: Du klingst ganz begeistert, für mich klingen gerade die letzten beiden Branchen aber so garnicht kompatibel. Was macht Beides für dich so spannend?

GN: Gerade weil die Branchen so unterschiedlich sind, macht es sie so interessant. Fangen wir aber mal mit den Gemeinsamkeiten an. Beide Branchen entwickeln und bauen Produkte – übrigens die Wortwahl ist hier in beiden Branchen gleich. Beide Branchen sind mit die ersten, die den massiven Fachkräftemangel zu spüren bekommen und beide boomen aktuell.

Nun verbindet man das Handwerk mit Tradition, praktischer Ausbildung, klassischem Unternehmertum. Hier findet man die Macher von nebenan. Softwareentwicklung verbindet man mit abstrakten Produkten, die nur Eingeweihte verstehen, Zukunft, Visionen, Agilität und hochkomplexen Ingenieurleistungen.

Meiner Meinung nach stimmt vieles davon, die Elemente jedoch kennenzulernen und dann zu übertragen, zu sehen, was möglicherweise auch in der anderen Branche relevant ist, sich übersetzen lässt, ist ja gerade ein Teil der Zukunftsberatung.

Am Rande erwähnt trifft das auch für den Sport und viele andere Branchen zu.

AB: Vielen Dank.